Tipp: Auf Freezer Paper kannst du mit einem Tintenstrahldrucker auch direkt drucken, wenn du das Papier auf A4 zurechtschneidest. Da ich bei meinem Bürodrucker dadurch aber schon mal einen Papierstau verursacht habe, pause ich nur noch ab! :-)
Als Alternative kannst du Freezer Paper selbst herzustellen.
Du brauchst dafür nur Kopierpapier, Frischhaltefolie und Backpapier.
Die Klebekraft ist nicht ganz so gut wie beim Original, aber das Ergebnis ist ähnlich und spart Geld, wenn du die Technik nur einmal ausprobieren möchtest.
Wenn möglich, druckst du dein Motiv gleich mit dem Drucker aus, dann sparst du dir das abpausen.
Platziere ein Blatt Backpapier auf einem stabilen Bügelbrett und lege das bedruckte Kopierpapier verkehrt herum darauf. Darüber kommt Frischhaltefolie.
Mit einer zweiten Lage Backpapier bügelst du dann mit mittlerer Stufe über das Papier, bis sich die Frischhaltefolie mit dem Papier verbindet.
Die richtige Temperatureinstellung ist dabei alles: zu wenig und die Folie haftet an den Rändern nicht, zu viel und die Folie schmilzt und es entstehen Blasen und Löcher.
Notfall lässt du das Ganze kurz auskühlen und wiederholst die Schritte einfach mit einer neuen Lage Frischhaltefolie, bis die Rückseite durchgehend beschichtet ist.
Schneide das Papier immer gleich an den Rändern gerade, weil sich die Frischhaltefolie zusammenzieht und sich sonst das Papier beim Auskühlen verformt.
2) Anschließend musst du die Schablone entsprechend ausschneiden, ich habe es zuerst mit einem Cutter probiert, aber fand es dann eigentlich leichter mit einer kleinen Schere. Man sieht hinterher wirklich jede Kante, ein genaues Ausschneiden lohnt sich daher wirklich!!

Wenn du mehrfärbig arbeiten willst, machst du dir einfach mehrere Schablonen.
Du kannst auch wunderbar Stanzen oder eine Lochzange verwenden.
4) Die Papierteile müssen nun noch auf den Stoff aufgebügelt werden. Dazu legst du die Schablone einfach mit der Folienseite nach unten auf den Stoff und bügelst darüber.
Bei Baumwolltemperatur haftet das Papier ganz schnell auf dem Stoff, ähnlich wie Vliesofix.
Nach dem Aufbügeln klebt das Freezer Paper auf dem Stoff, lässt sich aber auch leicht wieder abziehen und nochmals aufbügeln, falls nötig!

5) Und jetzt kann´s mit der Malerei losgehen! Du benötigst Stoffmalfarbe, die nicht allzu flüssig ist. (z.B. T-Shirt-Farbe von Marabu, die lässt sich super dosieren. Werbung, selbst gekauft!) Wichtig ist, dass man sie mit einem Schwämmchen auftupft, ohne zu viel Farbe auf einmal zu nehmen. Tupfe lieber mehrmals darüber. Beginne immer in der Mitte des Motivs, damit nicht zu viel Farbe an den Rand kommt.
Ich verwende dafür am liebsten diese kleinen Fingerschwämmchen zum Schminken der Kinder im Fasching. :-)
6) Ziehe dann die Schablone ab. Arbeitest du mehrschichtig, muss zwischen den Schichten gewartet werden, bis die Farbe trocken ist.
Tipp: Lass die Schablone irgendwo trocknen, wenn du sie nochmals verwenden willst. Auch wenn sie sich durch die Feuchtigkeit etwas eingerollt hat, lässt sie sich super mehrmals verwenden.

7) Nach der angegebenen Trocknungszeit der Textilfarbe kann man die Farbe mit dem Bügeleisen oder im Backofen fixieren. Ich empfehle euch bei größeren Teilen wirklich den Backofen, das geht viel schneller und schont den Stoff. Man kann das auch erst nach dem Zusammennähen machen.

Ja, und was soll ich sagen.. das Ergebnis hat mich voll überzeugt...Freezer Paper ist der Hit und wirklich eine tolle Alternative zum Plotter.